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Wir mussten heute sehr früh aufstehen, weil wir sonst den Zug zum Morteratsch verpasst hätten. Die meisten waren noch ziemlich müde. Unser Programm wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Eine sportliche Gruppe entschied sich für eine längere Wanderung zur Bovalhütte mit Herrn Rohr und Frau Bittcher. Eine kleinere Gruppe ging mit Frau Keller und Frau Leibundgut auf die Diavolezzahütte. Es war z.T. ein Spaziergang und z.T. eine Fahrt mit der Seilbahn.
Unser Zug führte uns nach Pontresina. Dort stiegen wir in den Bernina-Express um. Die, die länger wandern wollten, stiegen am Morteratsch aus. Die anderen fuhren weiter zur Diavolezzabahn. Nachdem wir aus der Bahn ausgestiegen waren, hat Herr Rohr uns an einer Tafel erklärt, dass wir im Oberengadin seien und am nächsten Tag ins Unterengadin reisen würden. Als wir schon eine Viertelstunde gewandert waren, fand Michi plötzlich heraus, dass er seine Kamera verloren hatte. Herr Rohr und Michi haben trotz Suchen nichts gefunden und kamen wie schnaufende Esel zurück. Zuerst war es noch etwas kühl und später zogen alle ihre warmen Sachen aus. Die Wanderung war oft ziemlich steil, und wir mussten manchmal kraxeln. Daher gab es als Gehhilfe manchmal Drahtseile. Frau Bittcher wusste einmal den Weg nicht genau und dann kam ihr Belinda zu Hilfe und sagte: „Kann ich vorausgehen und Ihnen den Weg zeigen?“ Es war grauenhaft interessant, was Herr Rohr und Frau Bittcher uns über den Gletscher und die Moränen erzählten. Wir sahen sehr viele Längs- und Querspalten und verschiedene Typen von Moränen. Als wir schon ziemlich weit gelaufen waren, sahen wir, wie der Morteratsch- und der Persgletscher zusammenfliessen. Herr Rohr sagte, dass es jetzt nur noch fünf Kurven bis zur Bovalhütte seien, dabei waren es noch etwa 15. Endlich kamen wir bei der Bovalhütte an und konnten unseren Z’Mittag essen. Frau Bittcher und Herr Rohr tranken Panasch. Nach dem Z’Mittag gingen wir fast den gleichen Weg zurück. Während der Wanderung mussten wir darauf achten, keine Steine loszutreten, um andere Wanderer nicht zu gefährden. Als Herr Rohr bei einem steilen, steinigen Stück es wieder einmal sagen wollte, sah er wie gerade zwei Schüler Steine warfen… Da wurde er vor Empörung sehr laut. Zum Glück wurde niemand getroffen! Fast am Ende unserer Strecke zweigten wir ab, um zum Gletscherfluss zu kommen. Manche gingen dann noch mit Herrn Rohr zum Gletschertor. Der Rest unserer Gruppe ging mit Frau Bittcher zum Bahnhof, wo die anderen schon warteten.
In der Zwischenzeit hat die kleinere Gruppe einen Ausflug mit der Diavolezzabahn gemacht. Giuseppina hatte Angst, dass die Bahn herunterfallen würde, dabei passierte überhaupt nichts.
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Als wir oben ankamen, sahen wir ein sehr schönes Bergpanorama mit dem Piz Palü, Piz Bernina, Piz Zupò und Piz Morteratsch. Wir assen dabei unsern Z’Nüni. Wir entdeckten die Rega, die für den Ernstfall übte und zum Beispiel einen Bergsteiger aus einer Felswand ausflog. Wir unternahmen anschliessend einen kleinen Spaziergang ohne Luca B. und Maria Teresa. Nach ca. 15 Minuten zog der Nebel auf, und wir kehrten um. Nachher fuhren wir wieder mit der Bahn ins Tal, wobei Giuseppina wieder Angst bekam. Als wir unten waren, mussten wir eine ganze Weile auf die RhB warten. Als die Bahn endlich ankam, sahen wir, dass wir grosses Glück hatten und dass am Schluss des Zuges offene Aussichtswagen angehängt waren, die wir sofort bestiegen. Wir fuhren bis zur Station Morteratsch und spazierten von dort in Richtung Gletscher. Wir fanden auch einen schönen Platz mit bequemen Steinen, wo wir zu Mittag assen. Einen Stein tauften wir kurzerhand „Liegestuhl“, weil er so flach und geschmeidig geformt war. Nach dem Essen wanderten wir weiter und erreichten nach ungefähr 25 Minuten das Gletschertor. Dort machten wir einige Fotos und gingen dann rasch zurück, weil wir Luca B. und Maria Teresa zurück gelassen hatten. Rebecca, Jasmin, Melanie und Giuseppina gingen dann den Rest des Weges in einem schnellen Tempo. Als unsere kleine Gruppe bei der Station ankam, mussten wir lange warten, bis nur schon Frau Leibundgut ankam. Frau Keller, Maria Teresa und Luca B. stiessen später zu unserer kleinen Gruppe. Später kamen dann auch die Wanderer von der Bovalhütte zu uns, und wir bestiegen gemeinsam den Zug nach Pontresina, wo wir nach S-chanf umsteigen mussten.
Im Lagerhaus durften wir als erstes duschen. Die Kochgruppe hat unterdessen ein fantastisches Essen hingezaubert. Heute gibt es Älplermakronen. Was wir bei der Abendunterhaltung machen werden, wissen wir noch nicht.
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