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  aktualisiert am:
  05 Mar 10



Meinungen
Schulsozialarbeit – ein Jahr Erfahrung

 

 

Ein Jahr Schulsozialarbeit – erste Erfahrungen aus unserer Schulgemeinde

Vor 2 Jahren  haben die Stimmbürger/-innen an der Novembergemeindeversammlung der Einführung der Schulsozialarbeit SSA an unserer Schule zugestimmt. Der Entscheid zur definitiven Einführung der Schulsozialarbeit wird im nächsten November fallen.

Seit August 2008 ist Jürg Gilly im Rahmen seiner 80%-Stelle in Nürensdorf für die gesamte Sozialarbeit an der Schule verantwortlich und hat sein Büro im Schulhaus Hatzenbühl bezogen. Er ist Ansprechperson für alle Schüler/-innen und ihre Eltern vom Kindergarten bis zur Sekundarschule, für Lehrpersonen und alle Mitarbeitenden der Schule Nürensdorf. Ziel der Schulsozialarbeit ist es, für alle Zielgruppen ein niederschwelliges und unbürokratisches Angebot in schwierigen Situationen zu bieten. Weiter soll die Schulsozialarbeit präventiv wirken und dabei in Projekten mitarbeiten und eigene Projekte anregen.

Jürg Gilly wird in seinen Aufgaben von einer Begleitgruppe, bestehend aus einer Schulpflegerin, den beiden Schulleitungen, je einer Lehrperson aus Kindergarten- / Primar- und Sekundarschule, der Schulpsychologin und einem Berater der Projektstelle Schulsozialarbeit, unterstützt.

Im Jahresbericht der SSA erläutert Jürg Gilly die Meilensteine seines ersten Jahres in unserer Gemeinde :
Die  Kennenlernphase dauerte vom ersten Schultag bis zu den Herbstferien. Er stellte sich in allen Klassenzimmern, bei allen Lehrpersonen und in allen Schulanlagen vor. Die Schulsozialarbeit muss flexibel und bei Bedarf kurzfristig verfügbar sein. So gilt im Hatzenbühl die ungeschriebene Regel : Ist die Tür zum Büro SSA nicht geschlossen, darf man eintreten und seine Anliegen ohne Voranmeldung deponieren.
Jürg Gilly ist in allen Schuleinheiten in der Pausenaufsicht tätig, deshalb kennen ihn auch alle Schüler/-innen gut. Nebst Beratungen aller Art wirkt J. Gilly an den Sporttagen, beim Projekt bike2school, dem Hatzi-Cup, an den Schülervollversammlungen und in Klassenlagern mit. An solchen Anlässen kann er präventiv und sehr niederschwellig wirken. Jürg Gilly arbeitet intensiv mit den verschiedenen Stellen der Schule Nürensdorf  zusammen, seien dies nun die Schulleitungen, der Schulpsychologische Dienst oder verschiedene Arbeitsgruppen. Zusätzlich zu seiner Arbeit gemäss Konzept Schulsozialarbeit initiierte Jürg Gilly den Mittagstisch für Sekundarschüler/-innen am Donnerstag. Seit einem halben Jahr besuchen wöchentlich 20 bis 25 Schüler/-innen im Foyer der Turnhalle den „Hatzilunch“.

Die Lehrpersonen sind froh, dass Jürg Gilly unbürokratisch und spontan erreichbar ist. Viele Gespräche und Hinweise erfolgten rasch, z.B. während der Pausenaufsicht. Er geniesst das Vertrauen der Schüler/-innen, weil er schnell und unkompliziert Hilfe anbieten kann. Bei der Tätigkeitsstatistik fällt auf, dass der Bedarf an Beratungen bei Knaben sowohl in der Primarschule als auch in der Sekundarschule grösser als bei Mädchen ist. Diese Beobachtung deckt sich mit den Beobachtungen in anderen Gemeinden.

Wer sich für den Jahresbericht interessiert, kann diesen telefonisch oder per  Mail bestellen bei J.Gilly:
079 266 17 19 / j.gilly@schule-nuerensdorf.ch

Im April 2010 sind je 2 Projekt-Halbtage im Ebnet, Sunnerai und Kindergarten zum Thema „psychisches und soziales Wohlbefinden“ ein Thema.

Zusammengefasst kann festgestellt  werden, dass die Ziele des Konzeptes Schulsozialarbeit im ersten Jahr bei Weitem erreicht und gar übertroffen wurden. Alle an der Schulsozialarbeit beteiligten Personen sind davon überzeugt und schätzen die Arbeit des Schulsozialarbeiters Jürg Gilly sehr.

AnneMarie Gäumann
Schulpflege Ressort Jugend und Gesundheit