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  aktualisiert am:
  06 Mar 09


Besuch im Flüchtlingslager
  

 

Ärzte ohne Grenzen (MSF)

Beeindruckende Bilder, unvorstellbare Wahrheiten und traurige Geschichten.
Wir, die Klasse B3, waren im nachgebauten Flüchtlingslager in St. Gallen von  „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF).

Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit 20 Liter Wasser im Tag auskommen. Das muss reichen für Kochen, Waschen, Trinken und für die körperliche Hygiene. Sie hätten mit ihren Nachbarn zusammen ein klines Hüttchen, das etwa 2 auf 3 Meter klein ist, um zu leben und zu schlafen. Eine schlimme Vorstellung.

Flüchtlinge aller Welt müssen mit diesem Schicksal leben. Sie müssen fliehen vor Krieg, politischer Verfolgung oder Naturkatastrophen. Doch zum Glück gibt es so gute Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“. Dank solchen Organisationen gibt es für diese Leute wieder ein bisschen Hoffnung.

Ärzte ohne Grenzen sind allzeit bereit für einen solchen Einsatz. Wenn sie vor Ort sind, nehmen sie die Personalien der Flüchtlinge auf und untersuchen sie. Natürlich muss zuerst die ganze Infrastruktur aufgebaut und alles organisiert werden. MSF ist weltweit tätig. Meistens müssen sie in Afrika in den Einsatz gehen. Sie brauchen jährlich rund 85 Millionen Franken, damit sie alles finanzieren können. Es braucht sehr viele Medikamente. Die Leute sind oft schwach und krank und viele Babys und Kleinkinder leiden an Unterernährung.

Es war eine sehr eindrückliche Exkursion und es hat uns sehr zum Nachdenken bewegt. Falls es auch Ihnen so geht und sie sich weiter über diese Organisation informieren möchten, können Sie noch auf der Homepage: www.msf.ch vorbeischauen.
 
Claudine Hofer

 
 
Eindrücke von Schülerinnen

Vor der Exkursion habe ich mir gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht, doch jetzt beschäftigt es mich sehr! Öfters denke ich jetzt daran, dass diese Menschen einfach nichts haben.
Ich denke, dass ich jetzt in meinem Alter noch nicht viel dagegen tun oder mich einsetzen kann. Doch etwas kann jeder: Sich einfach bewusst werden wie gut wir es haben und wie “verwöhnt“ wir eigentlich sind, dass wir ein warmes Zuhause oder nur schon ein Dach über dem Kopf haben. Nicht einmal 2 Stunden mit dem Flieger und dort kämpfen die Menschen ums Überleben, weil sie einfach keine Nahrung haben.
Der Vergleich, dass ein Mensch in der Schweiz durchschnittlich 160 Liter Wasser pro Tag verbraucht und in einem Flüchtlingslager 20 Liter pro Tag das Ziel wären, macht stutzig. Das sind Welten!
Ich habe viel gelernt und bin mir auch in Zukunft einfach bewusst, wie schön wir es haben. Wenn ich älter bin werde ich sicher aktiv sein und solche Projekte unterstützen, weil ich einfach denke, dass das eine wirklich super Sache ist, die vielen Leuten das Leben rettet.
Mein letzter Satz: Respekt vor denen, die sich so gut einsetzen und den Menschen, die gar nichts haben, helfen!
 
Cécil
e Strübi


Bei mir hat sich durch den Besuch Vieles geändert, zum Beispiel, dass ich, wenn ich später einmal selber Geld verdienen werde, sicher die „Médecins Sans Frontières“ unterstützen werde. Ich werde auch andere Leute über diese Organisation informieren und sie überzeugen, dass sie Spenden sollen.

Auch hat sich bei mir der Gedanke NICHTS HABEN, extrem verändert. Das, was diese Leute dort haben, das ist nichts haben. Wenn ich einmal einen Tag ohne eine Handseife oder meinem Computer auskommen muss, ist das immer noch sehr viel, was ich habe. Ich lebe in totalem Luxus gegenüber diesen Menschen, da ich auch das Glück habe, hier in einem sehr reichen Land zu leben.
 
Jennifer Schnyder

 

bild1
Zehntausende auf der Flucht. Im Hintergrund die einfachen Hütten eines Flüchtlingslagers im Sudan.
 
bild2
Ein eben aus einem Krisengebiet zurückgekehrter Arzt erklärt uns in der Ausstellung, was es in einem Lager an Essen und Notverpflegung gibt.
 

Auch Flüchtlingskinder wollen spielen. Selbstgebastelte Spielzeuge aus Büchsenblech.
 

Hygienevorschriften im Lager werden als Bildergeschichten dargestellt. Eine Hilfestellung für Flüchtlinge, die nicht lesen können.
 

Die wichtigsten Medikamente und Impfstoffe sind in der Lagerapotheke.
 

Informationsmaterial, Vitamintabletten und Medikamente im Untersuchungszelt.
 

Landminen sind die Ursache für viele Verletzungen und Verstümmelungen in aktuellen oder ehemaligen Kriegsgebieten.
Hier werden in einem Ausschnitt aus einem Minenfeld die verschiedenen Typen von Minen gezeigt.

Bildlegenden: Roman Kägi