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  aktualisiert am:
  14 Mar 10



Zöpfe für Mauretanien

Kinder helfen Kindern

Die B1a vom Schulhaus Hatzenbühl hat Zöpfe gebacken und damit Geld für Kinder in Mauretanien gesammelt.

ZopfbackenSeinen Anfang nahm das ganze Projekt in einer Deutschstunde. Wir lasen einen Artikel über die Verhältnisse in den Schulen in Mauretanien. Da wurde die schlechte Lage beschrieben. Ganz besonders über die grossen Klassen, den Mangel an Wasser und über zu wenig Lehrer wurde berichtet. Unicef organisierte eine sogenannte Sternenwoche, in der Kinder für solche Schulen sammeln. Mit dem Geld sollen 40 Schulen einen Wasseranschluss und Solarzellen bekommen, damit die SchülerInnen nicht durstig sind, sich die Hände waschen können und damit der Abendunterricht nicht im Dunkeln stattfinden muss. Wir fanden das eine tolle Idee und entschieden uns kurzer Hand mitzumachen. Wir hatten viele Ideen, wie wir zu Geld kommen könnten. Schliesslich entschieden wir uns aber für den Vorschlag, eine Zopfbackaktion zu starten. Nun galt es also, bei Nachbarn, Verwandten und Bekannten Bestellungen für einen Zopf, der am folgenden Sonntagmorgen nach Hause geliefert werden sollte, einzuholen. Als Klasse brachten wir 99 Bestellungen zusammen.

Zopf flechtenAm Samstag, 28.11.09 gingen wir dann in der Schulküche ans Werk. Um eine solche Menge zu bewältigen, benutzten wir eine Teigmaschine, in der 8 kg Teig Platz hatten. Aus dem aufgegangenen Teig schnitten wir Stücke von 400 g. Das Schwierigste war, daraus gleichmässige Stränge zu machen, die in der Mitte etwas dicker sind. Danach konnten wir die Zöpfe flechten, diese bestreichen und in einen der 6 Backöfen schieben. So waren bis zu 24 Zöpfe gleichzeitig am backen. Frau Wolfensberger musste das Backofenmanagement übernehmen und schauen, dass nichts anbrennt. Nach sechs Stunden Arbeit hatten wir 50 Kilogramm Mehl, 6,5 kg Butter, 50 Würfel Hefe und 30 Liter Milch zu 102 Zöpfen verarbeitet.

Am Sonntag lieferten wir zwischen 8.00 und 11.00 Uhr die Zöpfe aus. Ein Zopf kostete mindestens 7 Franken und war 750g schwer, also sehr groß. Viele Käufer zeigten sich grosszügig. So kamen gesamthaft 1287 Franken zusammen, die wir einzahlen konnten. In der ganzen Schweiz haben Kinder und Jugendliche gesammelt, bis jetzt rund 321000 Franken. Das wird in Mauretanien sicher etwas ausrichten. Uns hat es Spass gemacht und wer weiss, vielleicht wiederholen wir die Aktion im nächsten November, wenn es wieder eine Sternenwoche gibt.