 |
|
 |
Aktuelles aus Primarschule und Kindergarten
Mitteilungen zum Schuljahresanfang 2012/1
3
Nürensdorf, 20. August 201
2
Liebe Eltern
Wir hoffen, dass Sie und Ihre Kinder erholsame und erlebnisreiche Ferien verbracht haben und wünschen allen einen guten Start ins neue Schuljahr. Gerne benutzen wir die Gelegenheit, Sie über ein paar wichtige Punkte zu informieren.
Personelle Veränderungen Neu an der Primarschule begrüssen wir Natalie van der Mark und Milena Legnini als Klassenlehrerinnen an der zusätzlichen 1. Klasse im Schulhaus Ebnet, Nicole Müller an der 1. Klasse im Schulhaus Sunnerai und Brigitta Ryser als Heilpädagogin an den 1. Klassen im Schulhaus Ebnet. Alle neuen Lehrerinnen heissen wir sehr herzlich willkommen und wünschen ihnen einen guten Start und viel Freude bei der Arbeit mit ihren Schülerinnen und Schülern.
Verlassen haben uns auf Ende des letzten Schuljahres Esther Spiess, Isabelle Ruckstuhl, Christine Bircher und Beat Mathys, Für ihren grossen Einsatz und die wertvolle Arbeit mit den vielen Kindern in den vergangenen Jahren danken wir ihnen ganz herzlich und wünschen ihnen an ihrem neuen Arbeitsplatz bzw. im wohlverdienten Ruhestand alles Gute.
Projekttage „Gemeinsam sind wir stark!“ und Radioprojekt In der Woche 36 findet in beiden Schulhäusern der erste Projekttag zum Thema Friedenförderung statt, in darauf folgenden Woche der zweite. Die Schülerinnen und Schüler trainieren gemeinsam mit Konfliktsituationen konstruktiv umzugehen, üben Kommunikationsregeln, die Konflikte verhindern helfen, stärken ihr Selbstbewusstsein und werden sich ihrer Eigenverantwortung bewusst. Im Kindergarten verfolgen wir dieselben Ziele mit dem Theater „Flomi der Bär“ der Tösstaler Marionetten. Vom 24.-28. September 2012 machen unsere Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Radio. Im Rahmen des Projekt „powerup-Radio“ der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi haben sie die Möglichkeit, selber Sendungen zu produzieren und über eine eigene Frequenz auf UKW und über Lifestream im Internet auszustrahlen. Wir werden sie rechtzeitig detailliert dazu informieren.
Integratives Projekt Bewegung und Sprache Neu bieten Anne Dusci (Logopädie) und Ursula Bretscher (Psychomotorik) in diesem Schuljahr ein integratives Angebot an, welches folgende Ziele verfolgt:
- Erfahrungsraum für Sprache, Bewegung, Material und Raum und deren Verknüpfung untereinander, Förderung der Körper- und Sinneswahrnehmung, der Bewegungs- und Impulssteuerung
- Ganzkörperliches Erfahren von Begriffen, Erweiterung des Wortschatzes, Förderung der Merkfähigkeit, Umsetzen von sprachlichen Aufträgen, Formulieren von Aufgaben und Handlungen
- Soziale Interaktionen: Regeln sprachlich erarbeiten und einhalten können. Sprachverständnisprobleme wahrnehmen und selbständig oder in der Gruppe Lösungen suchen, warten und zuhören lernen, Feedbackkultur erarbeiten
Die Schüler/innen werden nach Absprache mit der Klassenlehrerin dieses Angebot besuchen dürfen.
Weiterbildungstage 2012/13
- Montag 14.01.2013: Weiterbildungstag der Lehrerschaft, schulfrei
- Montag 06.05.2013: Weiterbildungstag der Lehrerschaft, schulfrei
- Dienstag 07.05.2013: Weiterbildungstag der Lehrerschaft, schulfrei
- Mittwoch 08.05.2013: Weiterbildungstag der Lehrerschaft, schulfrei
Alle weiteren Termine finden Sie auf unserer Website unter Termine Primarschule, Kindergarten. Am selben Ort finden Sie die Anmeldung für Betreuung bei Schuleinstellungen.
Und zum Schluss ... ... möchten wir uns bei Ihnen ganz herzlich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Schuljahr bedanken. Wir freuen uns auf das kommende Schuljahr 2012/13!
Freundliche Grüsse Schulleitung, Lehrpersonen und Mitarbeitende Schuleinheit Primarschule und Kindergarten Nürensdorf
Externe Schulevaluation der Schuleinheit Primar und Kindergarten Nürensdorf durch die Fachstelle für Schulbeurteilung FSB
Ende März 2010 wurde unsere Schule gemäss neuem Volksschulgesetz von der Fachstelle für Schulbeurteilung besucht und beurteilt. Nun liegt der Bericht vor und Mitte Mai fand bereits eine Tagung zur Umsetzung der Entwicklungshinweise statt. (30. Juni 2010)
Die Grundlagen für die Evaluation bildeten ein umfassendes Portfolio mit Dokumenten unserer Schule, Unterrichtsbeobachtungen an drei Tagen, schriftliche Befragungen und Interviews von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Behördemitgliedern, Lehrpersonen, Schulleitung und weiteren Mitarbeitern der Schuleinheit Primar und Kindergarten. Mit dem Evaluationsbericht liegt nun eine umfangreiche und detaillierte Dokumentation unserer Schule vor. Der Fachstelle für Schulbeurteilung ist damit eine objektive Bestandesaufnahme unserer Schule gelungen. Entstanden ist ein breit abgestütztes Ergebnis. Wir freuen uns, dass unsere Schule insgesamt gut bis sehr gut abgeschnitten hat und danken allen Beteiligten für ihre offenen, konstruktiven Feedbacks und die anregenden Gespräche.
Folgende wichtigen Aspekte wurden von der Fachstelle evaluiert:
- Lebenswelt Schule
- Lehren und Lernen
- Führung und Management
- Selbst gewähltes Fokusthema: Klassenführung
Der Evaluationsbericht zeigt einerseits Stärken auf und macht andrerseits auf Entwicklungspotenzial aufmerksam.
Wir freuen uns über die vorhandenen Stärken, nehmen die aufgezeigten Schwächen ernst und werden weiterhin mit viel Engagement und Energie an der Weiterentwicklung unserer Schule, unserer Zusammenarbeit und unseres Unterrichts arbeiten. Dabei sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen und sind dankbar, wenn diese uns mit ihrer Unterstü̈tzung und sachlichen Kritik bei unserem Auftrag helfen. Über die weiter Qualitätsentwicklung und Schwerpunktsetzung im Rahmen des Schulprogramms werden wir Sie auf dem Laufenden halten.
Link zur Kurzversion des Berichts der FSB (pdf) Link zur ausführlichen Version des Berichts der FSB (pdf)
Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes
Vieles ist im Rahmen der Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes an unserer Schuleinheit im Umbruch und verlangt von allen Beteiligten grossen Einsatz und Flexibilität.
Elternmitwirkung, Elternräte
Sehen Sie mehr unter Elternmitwirkung.
Schülerpartizipation
Sehen Sie mehr unter Schülerpartizipation.
Sonderpädagogische Massnahmen – Von der Separation zur Integration
„Die Regelschule ist der Ort für das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern. Sie anerkennt, dass Schülerinnen und Schüler in einer Regelklasse sich hinsichtlich Entwicklungsstand, Lern- und Leistungsfähigkeit, sozialer und sprachlicher Herkunft oder Verhalten unterscheiden. Ein leistungsdifferenzierender, individualisierender und integrativer Unterricht mit entsprechenden Rahmenbedingungen unterstützt die Entwicklung und das Lernen aller Schülerinnen und Schüler und nutzt die Chancen der Gemeinschaft.“
Das neue sonderpädagogische Angebot ist integrativ ausgerichtet. In einer Schule, die dem Prinzip der Integration folgt, wird bei Lern- und Verhaltensproblemen nicht gefragt: „In welche Massnahme können wir das Kind schicken, damit diese Schwierigkeiten behoben werden?“ sondern vielmehr: „Was ist an unserer Schule, unserem Unterricht, unserer Zusammenarbeit zu verändern, damit wir diesen Schwierigkeiten begegnen können?“
Dies geschieht unter anderem auch durch eine Umlagerung von fachlichen, personellen und finanziellen Ressourcen aus dem Sonderschulbereich in die Regelschule (im Rahmen der integrativen Förderung oder auch der integrierten Sonderschulung). Sonderpädagogische Massnahmen und Mittel sind effektiver und effizienter verwendet, wenn sie vermehrt für die Förderung und Unterstützung eines integrativen Unterrichts in sozial, kulturell, sprachlich und leistungsmässig heterogenen Klassen eingesetzt werden.
Integration beeinflusst die Lernentwicklung von Kindern mit besonderen pädagogi-schen Bedürfnissen positiv. Für Kinder mit erschwerten Lern- und Verhaltensvor-aussetzungen und damit auch für Kinder, welche Deutsch als Zweitsprache lernen, sowie für besonders begabte Kinder bringt Integration Vorteile. Vieles spricht dafür, dass sie vor allem im sozialen und emotionalen Bereich von der Integration profitieren. Erwiesen ist zudem, dass die schulleistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler durch die Integration nicht in ihrer Lernentwicklung «gebremst» werden. In einem Unterricht, der auf individuelle Lernvoraussetzungen eingeht, werden auch beson-ders begabte Kinder ihrem Leistungsniveau entsprechend gefordert und gefördert.
Grundlagen der integrativen Ausrichtung der Volksschule im Kanton Zürich sind das neue Volksschulgesetz (VSG) und die Verordnung über die sonderpädagogischen Massnahmen (VSM). Die Bestimmungen der sonderpädagogischen Verord-nung treten ab Schuljahr 2008/09 in drei Staffeln in Kraft, für Nürensdorf im kommenden Schuljahr 2009/10.
Um optimal vorbereitet zu sein, haben wir in der Schuleinheit Primar und Kindergarten schon erste Weichen gestellt:
- Im Kindergarten werden neue Angebote zur Früherfassung und Frühförderung durch integrative Psychomotorik und Logopädie eingeführt.
- In Kindergarten und Primarschule wird das Teamteaching als integrative Unterrichtsmethode in verschiedenster Weise umgesetzt und zielgerichtet ausgewertet.
- Durch klassenübergreifende Projekte sollen Erfahrungen im alterdurchmischten Lernen gewonnen werden.
- Die zweijährige Einschulungsklasse wird durch ein integratives Modell ersetzt.
- Die Weiterbildung der Lehrpersonen fokussiert die neuen Erfordernisse bezgl. Lehr- und Lernarrangements, den integrativen Unterricht und die neuen Zuweisungsverfahren.
- Neue, differenzierende Stoffpläne und Lehrmittel werden geschaffen und räumliche Anpassungen diskutiert.
- Zusätzliche Fachpersonen (Schulische Heilpädagoginnen, Lehrpersonen für Deutsch als Zweitsprache) für den integrativen Unterricht werden ausgebildet.
Alle diese Aufgaben sind sehr zeitintensiv und müssen zum grössten Teil neben der anspruchsvollen Unterrichtstätigkeit geleistet werden. Wir müssen aber auch ge-meinsame Weiterbildungstage beanspruchen, an denen der Unterricht eingestellt wird. Dafür bitten wir Sie um Verständnis.
Die Umsetzung der sonderpädagogischen Massnahmen ist das aufwändigste Pro-jekt des neuen Volksschulgesetzes. Es betrifft alle Beteiligten – Schüler/innen, Lehrpersonen, und Eltern – und alle Bereiche des Unterrichts und der Zusammenarbeit. Es erfordert viel Vertrauen seitens der Eltern in unsere Bemühungen und eine konstruktive Zusammenarbeit.
Wir werden Sie laufend über die Ausgestaltung und den Fortschritt unserer Projek-te informieren und danken Ihnen für Ihre Unterstützung für eine gute Schule Nürensdorf.
David Steinbeck, Schulleiter Primar und Kindergarten
22. Juni 2010
|