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  aktualisiert am:
  07 Dec 11



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Räbeliechtli-Umzug Kindergarten

„Ich bi mit mim Räbeliechtli, unterwägs hüt z Nacht. Und ich lüchte wie das Liecht wo alles heller macht.“
Wer sich am 1. November um ca. 19.00 Uhr in der Nähe des roten Platzes vom Hatzi aufhält, der kann rund 100 Kinder hören, wie sie voll Inbrunst dieses Lied zum Besten geben.
„Räbeliechtli, Räbeliechtli, wo gahsch hi? I di dunkli Nacht ohni Sterneschii…..“ So tönt es weiter.
Was der Grund für diese melodischen Klänge ist? Der Räbeliechtli-Umzug aller Kindergärten aus Nürensdorf ist in vollem Gang.

Begonnen hat er schon einen Tag zuvor. Elsbeth Reiser (Abwartin Schulhaus Hatzi) beliefert jeden Kindergarten mit Kürbissen. Die Kinder bekommen die Aufgabe, diese kurz undklein zu schneiden. So klein, dass Elsbeth die legendäre Kindergarten-Räbeliechtli-Umzugs-Kürbissuppe kochen kann.
Das ist aber nicht alles: fast gleichzeitig werden die Räben geliefert. Jeder Kindergarten wird tatkräftig beim Schnitzen unterstützt. Sei es durch Schüler, Eltern oder Geschwister.
So kommt es, dass schon nach kurzer Zeit dutzende
Kunstwerke stolz nach Hause getragen werden.

Und dann ist er da: der besagte Dienstag, 1. November. Es ist dunkel – zumindest fast. Aus einigen Fenstern dringt Licht und die Strassenlaternen erhellen den Ort ebenfalls. In ganz Nürensdorf machen sich jetzt warm gekleidete, die Räbe stolz vor sich her tragende, Kinder auf den Weg in Richtung ihrem Kindergarten. Natürlich nicht alleine. Sie werden begleitet von ebenso warm angezogenen Eltern und Geschwistern. Im Kindergarten angekommen, lässt sich eine geheimnisvolle Stimmung gemischt mit einer Portion
Aufregung und Nervosität, feststellen. Die Räben werden
angezündet. Die Verkehrswesten angezogen. Nasen geputzt. Handschuhe aus- und wieder angezogen. Fragen beantwortet. Gelacht. Kinder gezählt.
Alle vollzählig? Dann kann es definitiv losgehen.

Jeder Kindergarten macht sich auf einer bestimmten Route auf den Weg in Richtung Hatzi. Und da ertönen sie: die Räbeliechtli-Lieder. Einmal laut, ein andermal etwas leiser. Mal mit Gekicher dazwischen, mal voller Inbrunst. Eltern und Geschwister singen mit oder unterstützen die Kindergärtnerin beim Anzünden erloschener Kerzen. Und mit jedem Ton und jedem Schritt kommt das kleine Lichtermeer dem roten Platz im Hatzi näher.

Und da stehen wir nun: rund 100 Kindergärtner (und ihre Kindergärtnerinnen) bilden, ihre leuchtende Räbe haltend, einen Kreis. Dahinter stehen Eltern, Freunde, Bekannte,
Verwandte und Geschwister.

„…. Räbeliechtli, Räbeliechtli, wänn gahsch hei? Wänn de Biswind blast und mis Liechtli löscht, dänn gahn ich wieder hei.“ Die letzte Strophe. Das letzte Lied. Aber noch nicht der Schluss.

Nach dem ersten Höhepunkt, dem Umzug, folgt nun der zweite: die Suppe. Alle bewegen sich in Richtung Turnhalle, wo man den dampfenden Topf Suppe schon sehen kann. Elsbeth und ihr Team bewirten alle herzlich und mit fröhlichem Lachen, Geplauder und vielen müden Augen klingt dieser Abend langsam aus.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben!

Sandra Walzer

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