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  aktualisiert am:
  30 Aug 12



 Waldkindergarten Nürensdorf

Zwergenhöhle

 

Äussere Bedingungen:

Stundenplan:

Montag – Freitag 08.20 bis 12.00 Uhr,
1 Nachmittag 14.00 bis 16.00 Uhr
Grosse und Kleine getrennt in Halbgruppen in einem Kindergartengebäude

Besammlungsort: Schulhaus Hatzenbühl

Schutzraum: Foyer oder Turnhalle mit sanitären Anlagen im Schulhaus Hatzenbühl oder Bauwagen am Waldrand bei extremer Witterung

Kleidung:
Der wichtigste Wetterschutz für die Kinder im Wald ist

eine geeignete, wetterfeste und wärmende Kleidung. Nur bei extremen Witterungsverhältnissen wird ein Schutzraum aufgesucht.

Sicherheit:
Ein mobiles Telefon und eine Erste-Hilfe-Ausrüstung sind immer dabei. Ebenfalls gehört ein Leiterwagen mit Wasserkanister, Seife und Bürste dazu, da wir vor dem Znüni die Hände waschen.

Informationen bezüglich Zecken und Fuchsbandwurm werden abgegeben.

Kontaktpersonen:
Gisela Kläui-Schaub / Regula Bollinger
078 / 761 11 41

Nürensdorf, Januar 2010

 

Spiel im Laub

 

Warum Waldkindergarten:

Die Natur bietet dem Kind einen natürlichen Erfahrungsrahmen, der zu einem ganzheitlichen Erleben von Körper, Seele und Geist führt (handeln - fühlen - denken).

Platz haben zum "Kind-Sein" im wahrsten Sinne. Raum haben zum Lachen, Weinen, Tanzen und Träumen.

Bewegung: Die Kinder können ihren starken Bewegungsdrang alters- gemäss ausleben. Der tägliche Aufenthalt im unwegsamen Gelände schult den Bewegungsapparat, das Gleichgewicht und die Koordination.

Nahrung für die Sinne: Sinneserfahrungen bilden eine entscheidende Grundlage für menschliches Lernen. Dazu gehören auch Empfindungen wie nass, kalt, heiss, glitschig, klebrig sowie das hautnahe Erleben von Wind und Wetter.

Phantasie und Kreativität werden geweckt. Der Wald ist ein riesiges Betätigungsfeld. Kinder bedienen sich des herumliegenden Materials und verwandeln es in ihr gewünschtes Spielzeug oder in ein beseeltes Wesen. Das Kind lernt, sich vor innerer Leere zu schützen und sich sinnvoll auch mit scheinbar nichts zu beschäftigen.

Ausdauer, Wille und Entscheidungsfähigkeit werden gefördert, indem das Kind erfährt, was es mit eigener Kraft erreichen kann. Dadurch wird das Selbstwertgefühl gestärkt.

Grundstein für freudiges Lernen: Spuren von Lebewesen und die Veränderungen in der Natur im Laufe der Jahreszeiten wecken im Kinde Neugierde und Wissensdurst. Dadurch werden die Kinder in den kognitiven Bereichen besonders lernbereit.

Gemeinschaft: Im Wald sind die Kinder besonders aufeinander angewiesen. Gruppenzugehörigkeit, Verlässlichkeit und Mithilfe sind wichtig.

Echtheit: Das Leben, das sich im Wald abspielt, die Geschichten, die hier entstehen, sind echt. Sie werden nicht künstlich an die Kinder heran getragen. Die Kinder erfahren und speichern viele originale Sinneseindrücke; der Wind zerzaust ihnen die Haare, sie geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen oder spüren die klammen Finger, welcher kalter Regen auslöst.

Stille erleben und erlauschen: Stille des Waldes hilft den Kindern zur Ruhe zu finden und sich für feinste innere und äussere Vorgänge zu sensibilisieren.

 

  Was ist an unserem Kindergarten anders?

Zwei Betreuungspersonen, die im Teamteaching arbeiten.
Weniger Lärmbelastung im Vergleich zu geschlossenen Räumen.
Mehr Spielraum; wenige, für die Kinder nachvollziehbare Regeln.

Stärkung des Immunsystems durch Wind und Wetter.
Vermehrtes Erfahren der eigenen Grenzen.
Abenteuer durch Erforschen des Waldes.
Diesen Kindergarten können Sie wählen!

 

Erdhügel 

   

Das Kind im Waldkindergarten

Die Natur bietet alles, was Kinder für eine gesunde Entwicklung brauchen.

Der Waldkindergarten hat dieselben Zielsetzungen wie der Regel-kindergarten. Die Erziehungsinhalte werden lediglich in einer anderen äusseren Form angeboten. Der Unterricht findet täglich, Sommer

und Winter, bei jedem Wetter unter freiem Himmel statt. Im Zentrum steht die aktive, lustvolle Betätigung des Kindes und die Entwicklung eines liebevollen und achtsamen Verhältnisses zur Natur. Jahrzehntelange Erfahrungen aus Dänemark, Norwegen und Deutschland zeigen, dass Kinder im Waldkindergarten eine überaus gesunde, ganzheitliche Entwicklung durchlaufen.
   

Ein Tag im Waldkindergarten

Sobald alle Kinder zu Fuss oder mit dem Schulbus auf unserem Platz beim Schulhaus "Hatzenbühl" eingetroffen sind, werden sie von uns, zwei naturerfahrenen Kindergärtnerinnen, begrüsst. Gemeinsam singen wir ein Lied und steigen oft mit einem ersten Spiel ein.

Anschliessend spazieren wir in den Wald und erleben dort täglich drei bis vier Stunden Kindergarten mitten in einer natürlichen Umgebung. Dies beinhaltet: Spielen mit allem was die Natur zu bieten hat, singen, musizieren, basteln oder Geschichten hören. Wir lauschen den

Stimmen des Waldes, erleben die Launen des Wetters, entdecken die faszinierende Welt der Pflanzen und Tiere. Aus unserer Phantasie entstehen Zwergenhöhlen, Eichhörnchennester, Hütten oder auch "gefährliche" Fallen.

Viel zu früh ertönt das Lied "Händ wäsche, sötted alli Chind", worauf alle vor dem Wasserkanister eine Reihe bilden. Mit sauberen Händen stärken wir uns am mitgebrachten Znüni für den zweiten Teil des Morgens. Kurz vor Mittag kehren wir dann zum Schulhaus zurück, wo wir uns verabschieden.