Bellinzona    (Leitung: Domenico Pulli)
  |  Beschreibung  |  Weltkulturerbe UNESCO  |  Teilnehmer  |   www.bellinzona.ch
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Stadtgeschichte

Zentrum und Herz des Kantons Tessin, Sammelpunkt der grossen Alpenpässe Sankt Gotthard, San Bernardino und Lukmanier. Die Stadt verdankt ihre frühe Bedeutung der bevorzugten Lage, denn sie beherrscht das Tal des Flusses Ticino. Die Ursprünge gehen auf prähistorische Zeiten zurück, wie zahlreiche Gräberfunde in der Umgebung beweisen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 590. Für die alten Römer bildete Bellinzona eine wichtige Verteidigungslinie, hier stiessen schon Franken und Langobarden aufeinander. Bis 1500, als sich Bellinzona den Eidgenossen unterstellte, hatten Kaiser und Bischöfe, die Stadt Como, die mächtigen Familien Sforza und Visconti, die Herzöge von Mailand das Sagen. Die Zeit der Vögte dauerte bis 1803, als das Tessin zum selbstständigen Kanton wurde. Die mittelalterlichen Burgen Castelgrande, Castello Montebello und Castello Sasso Corbaro bildeten in früheren Zeiten den Schutz und heute die Zierde der Stadt. Von den Festungsmauern, die Bellinzona umgaben, sind ebenfalls Reste erhalten geblieben. Die drei Burgen samt Festungsmauern wurden von der UNESCO ins Inventar des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Stadt weist wertvolle Baudenkmäler auf, so die Pfarrkirche (Collegiata), die Kirchen Santa Maria delle Grazie, San Biagio, San Paolo, zahlreiche prächtige Bürgerhäuser, das restaurierte Teatro Sociale aus dem 19. Jahrhundert.

Berühmte Persönlichkeiten

  • Kaiser Barbarossa kam 1176 auf dem Weg zum Lukmanier in Bellinzona vorbei.
  • General Suworow führte das russisch-österreichische Heer 1788 durch Bellinzona dem Gotthard entgegen.
  • Der englische Maler William Turner war 1842/43 in Bellinzona tätig.

Sehenswürdigkeiten

  • Castelgrande (11. Jh.), sorgfältig restauriert, mit Kunst-Historischem Museum, Restaurant, begehbare Wehrgänge.
  • Castello Montebello, mit Archäologischem Museum 15. Jhdt.
  • Castello Sasso Corbaro, 15. Jhdt., mit der Emma Poglia Saal und Belvedere mit temporären Ausstellungen
  • Villa dei Cedri , die städtische Kunstgalerie
  • Museum in Erba, das Stadtmuseum für Kinder
  • Stadtmauern der Sforza (16. Jh.)
  • Collegiata SS. Pietro e Stefano
  • Romanische Kirche San Biagio
  • Kirche Santa Maria delle Grazie (in Restaurierung)
  • Romanische Kirche San Paolo in Arbedo
  • Romanische Kirche San Bernardo, Monte Carasso
  • Palazzo Civico (Rathaus)
  • Teatro Sociale in neoklassizistischem Stil
  • Kloster Santa Maria in Claro
  • Fortini della fame (Hungerburgen) in Sementina und Camorino.

Sport und Freizeit

Bellinzona weist zahlreiche Anlagen auf, die auch von den Touristen gerne benützt werden: Hallenbad, Eishalle, Schwimmbad, Tennisplätze, Fussballplätze, Minigolf und eine Kletterschule. In der Magadinoebene gibt es etliche Reitschulen.

Weinbau im Bellinzonese

Die Rebberge nehmen etwa 200 Hektaren ein. Die durchschnittliche Weinproduktion beträgt 1400 Hektoliter. In erster Linie wird Merlot del Ticino von hervorragender Qualität angebaut. Von den alten einheimischen Weintrauben hat vor allem die Bondola noch eine gewisse Bedeutung. Es gibt rund um Bellinzona neun Weinproduzenten.

Aufenthalt in der Stadt

In den letzten Jahren wurden in Bellinzona etliche Hotels vollständig erneuert. Ganz allgemein ist das Niveau der Anlagen und Dienstleistungen gesteigert worden. Nicht umsonst ist Bellinzona ein beliebter Aufenthaltsort für Touristen, die den Charme der Altstadt und die reizvolle Umgebung, mit zahllosen Ausflugs- und Wandermöglichkeiten, zu schätzen wissen. Das Angebot umfasst auch viele Hotels und Pensionen für Leute, die mit ihrem Geld sparsam umgehen.

Essen

Viele Speiserestaurants in Bellinzona pflegen die Regionalküche, doch gibt es auch solche, die dank ihrer kreativen Küche mit den ausgesprochenen Feinschmeckerlokalen mithalten und in den besten Gastroführern erwähnt sind.

Märkte

Markt: jeden Samstagvormittag in der Altstadt; Büchermarkt in der Piazza Cervia: jeden ersten Mittwoch des Monats

  

 

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