| Gambarogno
Als Gambarogno bezeichnet man das Tessiner Nordostufer des Lago Maggiore, also die 10 km von der italienischen Grenze bis Magadino am Nordostende des Sees. Benannt ist diese Region nach dem Monte Gambarogno, der im Hinterland bis 1.739 m aufragt. 200 km Wanderwege erschließen die Bergregion, die weniger lieblich und luxuriös ist als das gegenüberliegende Westufer um Locarno,Ascona und Brissago . So ist das im Hinterland wenig besiedelte Gambarogno ein Refugium für Wanderer und Familien.
Die Dörfer des Gambarogno kann man in Seedörfer und Bergdörfer unterscheiden. Von den Seedörfern, meist auf Schwemmkegeln der Gebirgsbäche errichtet, sind Gerra, San Nazzaro,Vira und Magadino zu nennen.
Magadino
mit ca. 1.200 Einwohner die größte Stadt des Gambarogno war schon im Mittelalter als Hafen und Warenumschlagplatz bekannt und hatte vor dem Bau der Gotthard-Bahn als Knotenpunkt der Nord-Süd-Verbindung über die Alpen im 19. Jahrhundert eine kurze Blütezeit als Umsteigestation vom Dampfschiff auf die Postkutschen.
Einige stattliche Gebäude aus dieser Zeit belegen dies, so der spätklassizistische Zentralbau der Kirche San Carlo oberhalb der Bahnlinie, zwei in ihr aufbewahrte Gemälde werden Bernardino Luini zugeschrieben (um 1512). In der Kirche San Carlo findet jedes Jahr im Juli ein Internationales Orgel Festival mit Konzerten weltberühmter Musiker statt.
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Im Dezember, wenn im Gambarogno zu Weihnachten auch schon einmal etwas Schnee liegen kann, werden in Magadino und Umgebung die verschiedensten, kunstvollsten und ältesten Krippen aufgebaut. Dies weckt garantiert Weihnachtsstimmung.

Magadino-Ebene
Etwas nordöstlich erstreckt sich um die Ticino-Mündung die Magadino-Ebene (Piano di Magadino), vor der Flußkorrektur ein Sumpfland, heute ein intensiv genutztes Agrargebiet. Nur im direkten Mündungsbereich blieb mit der Bolle di Magadino ein Naturschutzgebiet erhalten, das mit seinen Altwasserarmen, Schilfgürteln, Tümpeln und Auwäldern ein artenreiches Biotop bildet mit vielen seltenen Vogelarten.
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